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iSCSI

iSCSI

 

iSCSI (internet Small Computer System Interface) ist ein Verfahren, welches die Nutzung des SCSI-Protokolls über TCP ermöglicht. Wie beim gewöhnlichen SCSI gibt es einen Controller (Initiator), der die Kommunikation steuert. Die Speichergeräte (Festplatten, Bandlaufwerke, optische Laufwerke etc.) heißen Target.   iSCSI ist Dateisystemunabhängig, da es stets rohe Datenblöcke über die Leitung überträgt. Standartmäßig muss zur Nutzung von iSCSI der Port 3260 freigegeben sein.

iSCSI spezifiziert die Übertragung und den Betrieb direkter Speicherprotokolle nativ über TCP. Bei diesem Verfahren werden SCSI-Daten in TCP/IP-Pakete verpackt und über IP-Netze transportiert. Beim Multipath iSCSI Routing werden die SCSI-Kommandos zunächst zu einem SCSI-Router geleitet, der auf Basis vorhandener Mapping-Tabellen und Parametern wie Netzwerkauslastung und -Kosten die bevorzugte Adresse des entsprechenden Zielsystem (Target) ermittelt und zur Kommunikation mit der SCSI-Datenquelle auswählt. Nach dieser Auswahl werden die Pakete in TCP/IP verpackt und zum Netzwerkadapter weitergeleitet, der die Pakete dann über das Netzwerk verschickt.

iSCSI wird eingesetzt, um über eine virtuelle Punkt-zu-Punkt-Verbindung den Zugriff auf das Speichernetz zu ermöglichen, ohne dass eigene Speichergeräte aufgestellt werden müssen. Vorhandene Netzwerkkomponenten (Switch) können genutzt werden, da keine spezielle neue Hardware für die Knotenverbindungen nötig ist, wie es z. B. bei Fibre Channel (FC) der Fall ist. Der Zugriff auf die Festplatten erfolgt blockbasierend, ist also auch für Datenbanken geeignet. Der Zugriff über iSCSI ist darüber hinaus transparent, erscheint auf Anwendungsebene also als Zugriff auf eine lokale Festplatte.

Paketaufbau/Payload

FC-Pakete besitzen ein günstigeres Verhältnis zwischen Overhead und Payload (Nutzdaten) als Standard-iSCSI, allerdings stehen für iSCSI auch Jumbo Frames zur Verfügung, die (spezielle Netzwerkkomponenten vorausgesetzt) ein günstigeres Verhältnis bieten können. Der Payload eines FC-Frames beträgt bis zu 2112 Bytes, der Protokoll-Overhead liegt bei lediglich 36 Bytes. Das TCP/IP basierte iSCSI ohne Jumbo Frames hat ein Verhältnis von 1460 Bytes Payload auf 76 Bytes Overhead, welches   mit 9000 Bytes Jumbo Frames auf  8960 Bytes/76 Bytes erhöht werden kann.

Sicherheit

iSCSI biete von Haus aus keine eigenen Verschlüsselungsmethoden, um den Datentransfer abhörsicher zu machen. Wer also sicher gehen will, dass niemand im lokalen Netz die übertragenen iSCSI-Daten mitliest, muss die Verbindung über IPsec verschlüsseln.

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LSB SummerCamp 2011 in Leipzig
Vom 26.-30.09.2011 - Weitere Informationen finden sie hier.
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